bei Aldo, Rahel, Amos und Abigajil Ringger

Douala

Seit gut 10 Tagen sind wir nun an dem Ort, wo wir für voraussichtlich die nächsten zwei Jahre bleiben werden: in der 2,5mio Stadt im Süden Kameruns: Douala! Es ist schmutziger, anonymer, lauter, unübersichtlicher und teurer aber dafür etwas moderner hier. Zur Zeit wohnen wir auf der Baptistenstation ganz in der Nähe vom Hafen. Das Quartier heisst Akwa. Wir geniessen den Vorzug von Swimmingpool, Klimaanlage, Wlan und TV (wenn nicht grad Stromausfall oder Probleme mit fliessend Wasser ist...) während wir zwischen Koffern und Fässer und Kisten in der 2-Zimmerwohnung uns einleben, einarbeiten und nebenbei ein Miethäusschen suchen. Das erste Miethaus, welches wir schon 1 Tag nach Ankunft besichtigen konnten (da wir den Kontakt bereits in Yaounde erhielten) erschien uns nach der Besichtigungsodysseus anderer Wohnungen eine Woche später als die beste Lösung, weil dort westliche Vormietern waren, die alles in Stand gestellt haben und sauber hinterlassen. Kamerunische Mietwohnungen sonst, auch wenn sie als modern ausgeschrieben sind, trifft man entweder in desolatem Zustand an oder aber man bezahlt einen horrenden Preis für allen schi schi und möbliert in einem Hotelkomplex. Also warten wir jetzt auf den Mietvertrag und auf die Möbellieferung aus dem Norden, damit wir zügeln können. Unterdessen unterhalten sich die Kinder mit den Hafengeräuschen und beobachten die Kräne, Güterzuge, Stapler, Lastwagen von weitem und putzen den schwarzen Zementstaub, der trotz Mückennetz auf die Veranda rieselt jeden Tag vom Tisch, Boden und Kinderhänden und Gesicht weg (sehen jeweils aus wie Kaminfeger)...Ein kleines Wort noch zum Einkaufen hier. Man mag es glauben oder nicht, aber ich war erstmals überfordert von der Auswahl in den französisch geprägten, teuren Supermärkten. Sind schlussendlich fast lieber zur kleinen Gemüsehändlerin gegangen, oder in den Fokou (vergleichbar mit Landi) oder in eine Boutique im Südistenquartier, weil wir dort die Sachen kannten und z.B. auch Elena tomato zum kochen fanden :-) Die kleine neue Eisdiele "N ice cream" ca. 100m von der Station ist jedoch genial und da schätzen wir die moderne Einrichtung und Hygiene total!! so richtig geeignet für einen Sonntagnachmittag zu geniessen...

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Ringger on 31. Januar 2015 - 10:46

PS: Aldo arbeitet nun v.a. daran Werkzeuge zu beschaffen (paar gute und günstig im Vergleich konnten wir unseren Vormietern abkaufen), Berechnungen zu studieren und mit Verantwortlichen besprechen, Preise für Material und Mannskraft herauszufinden… Die praktische Arbeit wird nicht vor Ende März beginnen können…